Besuch in Kopenhagen 2024

Berichte aus Dänemark

September 2024

Aarhus
Skagen
Kopenhagen
Legoland in Billund
Den Gamle By Freilicht-Museum
Die kleine Meerjungfrau
Nyhavn
Tivoli
Freistadt Christiania
Assistens Friedhof
Aquarium Blue Planet
Öko-Hotel Axel Guldsmeden
Einkaufsmeile Strøget
Schloss Christiansborg
Zitadelle
Gefion Brunnen
Marmorkirche
Schloss Rosenborg
Botanischer Garten

mit Schmetterlings- und Palmenhaus

Ristaurante Buono

https://ristorantebuono.dk/?lang=en

Anreise und Hotel

Im September 2024 konnte ich das zweite Mal, nach 2015, ein paar Tage in Kopenhagen verbringen. Schon damals hatte die Stadt große Ambitionen umweltfreundlich und ökologisch zu sein und das immer weiter auszubauen. Bei meinem zweiten Besuch bestätigte sich das.

Unsere Unterkunft war das Ökohotel Axel Guldsmeden. Sehr schön eingerichtet ist es eine Ruhe-Oase in der Nähe des Hauptbahnhofs. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt.

Wir hatten vier Tage Zeit um Kopenhagen zu entdecken und haben diese mit einem bunten Programm gefüllt. So bekamen wir einen guten Eindruck von der Stadt und hatten viel Abwechslung.

Tipp: Kopenhagen Card

Wie in vielen Städten gibt es auch für Kopenhagen eine Card, die die Eintritte in einige Attraktionen enthält. Diese Copenhagen Card gibt es nur digital und entweder inkl. Hop-on Hop-off Bus oder inkl. Öffentlichem Nahverkehr (inkl. Fahrt vom und zum Flughafen). Wir haben uns für die zweite Variante entschieden und konnte die Karte wirklich gut ausnutzen, zudem war es unkompliziert mit der Metro von A nach B zu kommen.

Die Fußgängerzone Stroget

Am Ankunftstag schlenderten wir zuerst durch die älteste Fußgängerzone Kopenhagens Strøget, sie gibt es seit 1962. Seitdem wurde sie immer wieder erweitert und zählt heute mit rund 1km Länge auch zu den längsten der Welt.

Das Schloss Christiansborg

Danach stand Kultur pur am Programm, denn wir besichtigten Schloss Christiansborg.
Das Parlament ist in einem Flügel des Gebäudes untergebracht.

Wir besichtigten zuerst das Schloss mit seinen Audienzräumen und kamen auch am Balkon vorbei, den die königliche Familie für öffentliche Auftritte nutzt.

Ein Highlight des Besuchs sind die Gobelins – die Wandteppiche. Ich kenne solche bereits aus anderen Schlössern und sie stellen in herausragender Handarbeit Szenen aus vergangenen Zeiten dar. Das ist auch bei diesen Gobelins so – allerdings sehr modern umgesetzt. Mich erinnert es an Popart. Die 11 Gobelins wurden Königin Margrethe II zu ihrem 50. Geburtstag im Jahr 1990 von dänischen  Unternehmen geschenkt. Ihre Fertigstellung dauerte 10 Jahre.

Hofküche und Stallungen

Neben den Prunkräumen konnten wir auch noch die alte Hofküche, die Stallungen mit den Pferden und Kutschen und die Ruinen des alten Schlosses unter dem heutigen Gebäude besichtigen. Alle Eintritte sind in der Copenhagen Card inkludiert.

Turm von Schloss Christiansborg

Der Turm von Schloss Christiansborg ist frei zugänglich und bietet einen guten Ausblick über die Stadt – bis nach Schweden.

Abendessen gab es in der Nähe des Hauptbahnhofs, bei einem sehr guten Italiener: Restaurante Buono.
Die Dänen essen übrigens eher früh zu Abend, und die Lokale haben nicht ewig geöffnet.
Ohne Reservierung ist es ratsam auch früh dran zu sein.

Mit dem Hop-on Hop off Bus zur kleinen Meerjungfrau

Am nächsten Tag besorgen wir uns Tickets für den Hop-on Hop off und fuhren die grüne Route zum Schloss Frederiksberg und die klassische Route durch die Innenstadt ab. Bei der kleinen Meerjungfrau stiegen wir aus, um ihr unsere Aufwartung zu machen (nicht ahnend, wen wir heute noch zu sehen bekommen würden).

Kastell und Gefion Brunnen

Danach spazierten wir durch das Kastell, einer Verteidigungsanlagen aus dem 17. Jahrhundert, die noch immer von der Armee genutzt wird.

Weiter gings zum Gefion Brunnen. Im Gegensatz zur Meerjungfrau ist er eines der größten Denkmäler der Stadt.  Die Figurengruppe zeigt Gefion, die Asenjungfrau aus der germanischen Mythologie und ihre zu Stieren verwandelten Söhne, welche mit einem Pflug eine Furche zwischen der Insel Seeland und Schweden herauspflügen und damit Seeland vom Festland zu trennen.

Royaler Besuch bei der Anlegestelle

Als wir zur royalen Anlegestelle kamen, waren schon einige Menschen versammelt, Salutschüsse ertönten und wir sahen tatsächlich das Königspaar, König Frederik X und Königin Mary, die gerade von der königlichen Yacht zurückkehrten. Dänemark royal pur.

 

Die beeindruckende Marmorkirche

Nach diesem aufregenden Erlebnis spazierten wir weiter durch das Schloss Amalienborg (leider außerhalb der Besichtigungszeiten). Gleich vis a vis liegt die Marmorkirche. Ein imposanter Bau mit einer der größten Kuppeln Europas – 31m im Durchmesser. Sie ist frei zugänglich und wir warfen einen kurzen Blick hinein. Die Bauzeit betrug läppische 145 Jahre, da dazwischen das Geld ausging. Ebenso ist es dem Sparstift geschuldet, dass die Marmorkiche zum großen Teil aus Sandstein besteht.

Nyhaven – die bunte Promenade

Den Tag beschlossen wir in Nyhaven, einer Häuserzeile am Kanal, die der Treffpunkt für Touristen (und Einheimische) ist. In den Häusern mit den bunten Fassaden reiht sich ein Restaurant an das nächste, jedes mit einer Terrasse von der das bunte Treiben am Kanal gut beobachten lässt. Der Kanal wurde in den 1670ern gebaut, und war lange eine typische Hafengegend. Seit den 1970er wandelt sich der Platz zum modernen Hotspot.

Bootstour durch die Stadt

Am vorletzten Tag starteten wir mit einer Bootstour, ebenfalls in der Copenhagen Card enthalten. Wir hatten eine sehr unterhaltsame Tourleiterin. Speziell an den Bootsfahrten sind die engen und niedrigen Brücken, die man dabei passiert.

Vom Wasser aus bekommt man nochmal einen ganz anderen Blick auf die Stadt. Ein paar Entdeckungen:  ein Viertel wurde schon vor langer Zeit als Kopie von Amsterdam angelegt, aus einer ehemaligen Torpedowerft wurden hippe Büros und Wohnungen, und einfache Holzhütten dienten in der Not schon mal als Verteidigungsanlagen. Die Tour ging auch am Schwarzen Diamanten (Bibliothek) vorbei, die Spiegelung der Sonne und das Funkeln der Wellen auf der Fassade ist wirklich schön.

Info: Bootstouren mit Umweltschutzfaktor

Einer der Hauptanbieter von Kanaltouren ist die Firma Stromma, die eine Kooperation mit dem WWF hat. Um die grünen Ambitionen der Stadt zu unterstützen, wurden zwei Meeres-Mistkübel in Nyhaven installiert, die den Dreck absaugen. Im Hafen wurden bisher 20 sogenannte Biohuts installiert, die einen Lebens- und Laichraum für Fische bieten.

Der Freistaat Christiania

Der restliche Tag war ein Gegenpol zur Hochkultur davor. Zuerst fuhren wir noch mit der letzten Hop-on Hop-off Linie und stiegen bei Christiania aus. Diesen ehemalige Militärgelände wurde 1971 von Aktivisten besetzt und besteht seither als geduldeter Freistaat. Es ist immer noch ein alternativer, bunter Fleck, aber verglichen zu meinem letzten Besuch ist es schon sehr viel kommerzieller. Aber ein Abstecher dorthin lohnt sich allemal.

Der Vergnügungspark Tivoli

Am frühen Abend führen wir in den Tivoli (in der Copenhagen Card enthalten). Der Vergnügungspark hat schon das stolze Alter von 160 Jahren und verzaubert noch immer. Er ist eine Mischung aus Parkanlage mit künstlichem See und Rummelplatz. Am besten man besucht ihn gegen Abend, um ihn sowohl bei Tageslicht, als auch bei Nacht zu erleben. Im Dunklen erhellen über 100.000 farbige Lichter den Park.

Das alte Schloss Rosenburg

Der letzte Tag begann mit Kultur und Geschichte, denn wir besichtigten das Schloss Rosenborg. Bereits in den 1630ern hatte es weitgehend seine heutige Form und bis Anfang des 18. Jahrhunderts war es der Wohnsitz der dänischen Monarchen.

Das Schloss ist düsterer und hat eine ganz andere, interessante Atmosphäre als die Schlösser, die ich bisher so gesehen habe. Da es auch in Dänemark eine Zeit des Absolutismus gab, fehlt es nicht an Prunk und Glamour in den Räumen.

Kurioses, wie die Elfenbein Drehbank von Königin Sophie Magdalene lässt sich ebenso entdecken, wie der royale historische Wein, der zum Neujahrsempfang ausgeschenkt wird (Jahrgang 1615).

Die eigentlichen Stars von Schloss Rosenborg liegen allerdings im Keller, denn hier sind die dänischen Kronjuwelen zu besichtigen.

Natur im Botanischen Garten

Am Nachmittag schlenderten wir durch den Botanischen Garten er besteht seit 1874 – wärmten uns dort im Palmenhaus und Schmetterlingshaus auf (in der Copenhagen Card enthalten) und ließen und speziell von den Schmetterlingen verzaubern.

Die Zeit bis zum Rückflug nutzen wir noch für einen typischen Snack: die dänische Polse und einem gemütlichen Drink in der Railway Bar. Sie liegt gleich beim Hauptbahnhof und ist mottogetreu eingerichtet.

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1 Kommentar

  1. Martina

    Danke Nici für den wirklich gut geschriebenen Reisebericht. Habe ihn gelesen und dabei noch mal mit Freude diese schonen Tage gedanklich nachvollzogen. 😘

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