UNESCO Weltkulturerbe
Zu Besuch in San Marino
Nachdem ich schon ein- oder zweimal an San Marion vorbeigefahren bin, war es 2025 endlich Zeit für einen zweitägigen Besuch in der Altstadt des Landes.
Der Kleinstaat liegt mitten in Italien, auf 60 km² Fläche leben ca. 30.000 Bewohner:innen. Das macht San Marino zum fünftkleinsten international anerkannten Staat der Welt. Aber Größe ist nicht alles. San Marino wurde der Überlieferung nach im Jahr 301 vom Heiligen Marinus gegründet. Da das Land danach immer neutral blieb, es strategisch gut auf einem Felsen liegt, und wahrscheinlich auch über keine Bodenschätze verfügt, wurde es nie eingenommen. Somit ist es die vermutlich älteste bestehende Republik der Welt.
Klein, aber oho.
Es dauert eine Weile wenn man mit dem Auto die Serpentinen in die Altstadt hinauf fährt. Oben angekommen bieten viele, nahe dem Stadtzentrum gelegene, Parkplätze Abstellmöglichkeiten an, denn die Altstadt ist autofrei (Bewohner:innen ausgenommen). Von den Parkplätzen ist man in ein paar Minuten zu Fuß im Zentrum. Wir parkten auf P7 und wohnten im La Grotta Hotel.
Altstadt und Wehrtürme
Die gepflasterten Gassen der Altstadt sind voller Lokale und Duty free Shops. Vorwiegend werden Souvenirs, lokale Wurst und Käsespezialitäten, Alkohol, Parfüms und Tabak verkauft. Allerdings gibt es auch immer wieder Waffen, Nachbildungen von Schwertern, Armbrüsten und auch Luftdruckwaffen zu kaufen.
Die Stadt hat drei Wehrtürme, die auch im Wappen abgebildet sind. Die Festungen (Guaita, Cesta und Montale), die im 11. und 13. Jahrhundert auf den drei Gipfeln des Monte Titano angelegt wurden, können besucht werden und bieten eine gute Aussicht auf das Land und die Umgebung. Sie gehören zum UNESCO Weltkulturerbe.
Sehenswürdigkeiten und Museen
Des weiteren gibt es den Piazza della Libertà auf dem der toskanisch-gotische Regierungspalast steht, welcher besucht werden kann, wenn keine Sitzung stattfindet.
Sehenswert ist die Kirche San Francesco, mit der nebenbei liegenden Basilika San Marino mit den Reliquien des Schutzheiligen Marinus und einer Aussichtsplattform. In dessen Nähe ist auch die Grube der Armbrustschützen. Diese Sehenswürdigkeiten haben wir uns auch angesehen.
Ansonsten flanierten wir durch die Altstadt und besuchten noch einen eher ungewöhnlichen Platz: das Vampirmuseum, das mitten in der Altstadt liegt. Es erzählt auf drei Stockwerken die Geschichte der Werwölfe und Vampire. Wie sie entstanden, wie sie lebten und was gegen sie half, wird unterhaltsam präsentiert.
Nicht weit davon gibt es noch ein Museum für Kuriositäten, wirkte wie eine Ausstellung zum Guiness Buch der Rekorde. Dafür fehlte uns aber die Zeit.
Fazit
San Marion ist für mich in seiner Gesamtheit eine Sehenswürdigkeit. Wann kann man schon zu Fuß durch ein autofreies Land spazieren? Ja klar, stimmt so nicht ganz, denn ein Teil des Staates liegt am Fuß des Berges und hat ganz normalen Verkehr. Aber oben, in der Altstadt auf dem Felsen, trifft das zu.
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Berichte aus San Marino
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