Trebic und Kutna Hora

Berichte aus Tschechien

Juni 2017

Hurra, wir haben unseren Roadtrip gestartet!

Trebic und sein jüdisches Erbe

Nach einem kurzen Einkaufstopp in Excalibur City sind wir nach Tebic in Tschechien gefahren.

Trebic ist bekannt für sein altes jüdisches Gettho, mittlerweile Viertel, das mitten in der Stadt noch besteht. Es wohnen dort auch noch ein paar Familien. Mich erinnerte es etwas an Lacoste in Frankreich: dieselben verwinkelten Gassen, Kopfsteinpflaster und ein einladendes Flair.

Nach einem kurzen Spaziergang kamen wir zum alten jüdischen Friedhof am Hügel über dem Gettho. Die meisten Gräber war aus 1800 irgendwas, windschief und von Pflanzen überwachsen. Interessanterweise waren die meisten Verstorbenen 6o Jahre und älter, hätte ich mir nicht gedacht.

Netter Camping in Opatov

Mittags haben wir ein gutes Steak gegessen und sind dann weiter nach Opatov gefahren, wo wir uns am Vitlow Camping unser Zelt aufbauten. Dieser Camping liegt idyllisch an einem Stausee, ist von Holländern geführt und war so nett, dass wir gleich einen zweiten Tag blieben.

Die Knochenkirche in Kutna Hora – UNESCO Weltkulturerbe

Am Donnerstag ging die Reise weiter. Unser Tagesziel war Kutna Hora (Kuttenberg) – Unesco Weltkulturerbe, da dort die Knochenkirche – das Ossarium – steht. Und die Kirche hält, was der Name verspricht.

Der ehemalige Friedhof wurde zum Teil aufgelassen und die Knochen von 40.000 Menschen wurden als Deko für die Kirche verwendet. Ziel war den Menschen die Vergänglichkeit des Seins zu zeigen: Memento mori. Es gibt dort Kronleuchter und ein Familienwappen einer Adelsfamilie, alles aus menschlichen Knochen.

Hört sich makaber an, ich habe es aber als sehr eindrucksvoll und schön empfunden. Etwas in der Art habe ich noch nie gesehen und ich empfehlen jeden, der in der Nähe ist, den Besuch des Ossariums.
Rund um die Kirche finden noch immer Ausgrabungen vom ehemaligen Friedhof statt.

PS: Beim Andenken-Stand der Kirche konnte man Schädel mit und ohne Kieferknochen erwerben.

Fazit

​Tschechien ist ein charmantes Land. Es sehr grün, wirkt entspannt, verfallene Häuser sieht man hin und wieder, aber das meiste ist gut in Schuß. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren alle recht freundlich. Sprachlich war es eine interessante Mischung: bei der Post wurde ich auf deutsch angesprochen, bei einem Mittagessen war die Karte nur auf tschechisch. Es war also alles dabei.

Und die Knochenkirche ist definitiv ein absolutes Highlight! 

Das war es von Tschechien, der nächste Bericht kommt schon aus Deutschland.

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