Hat einer der besten Pizzas, die ich je gegessen habe.
Marktbesuch bei der Kreuzfahrt
UNESCO Kulturerbe und spirituelles Zentrum des Landes
Die größte Höhle der Welt, durch die man mit einem Boot fahren kann (15km)
Vientiane, die Hauptstadt von Laos, wird auch „Stadt des Sandelholzes“ genannt, ein Titel, der auf die historische Bedeutung des Sandelholzes in der Region verweist, das nicht nur für seinen luxuriösen Charakter, sondern auch für seine kulturelle Symbolik geschätzt wurde.
Die Stadt liegt am Ufer des Mekong und hat sich im Lauf der Jahrhunderte zu einem kulturellen und politischen Zentrum entwickelt. Verglichen mit anderen Hauptstädten ist Vientiane noch immer sehr überschaubar, aber gerade das macht den Reiz der Stadt aus, immerhin gilt Laos als eines der gemächlichsten Länder der Welt.
Wir kamen auf unserer Tour durch Laos zweimal hier vorbei. Beim ersten Mal haben wir im Batman Guesthouse gewohnt, in einem Zimmer mit eigener Terrasse und waren sehr zufrieden damit. Beim zweiten Mal haben wir im DaViKa Hotel gewohnt, sehr zentral aber etwas abgewohnt, allerdings nicht schlimm. Wir schauten gerne dem danebenliegenden Restaurant beim Kochen zu: 2 offene Feuerstellen, Klebreis der immer wieder gewendet wurde und ständig frische Zubereitung des Papayasalats. Laos live.
Ein kurzer Überblick über die Geschichte
Die Geschichte von Vientiane geht bis ins 10. Jahrhundert zurück, als die Stadt als Teil des Königreichs Lang Xang gegründet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Vientiane von verschiedenen Dynastien und Nationen beeinflusst, einschließlich der Khmer und der Thai. 1893 fiel die Stadt unter französische Kolonialherrschaft, was zu bedeutenden Veränderungen in der Stadtplanung und Architektur führte. Nach der Unabhängigkeit von Frankreich in den 1950er Jahren wurde Vientiane zur offiziellen Hauptstadt von Laos erklärt und hat sich seitdem kontinuierlich entwickelt.
Die Sehenswürdigkeiten der Stadt
That Dam Stupa
Der That Dam Stupa, auch bekannt als der Schwarze Stupa, ist ein Wahrzeichen mitten in der Stadt, das bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Es wird angenommen, dass eine Reliquie Buddhas unter ihm liegt. Laut einer laotischen Sage schlafen Nagas unter ihm, daher ist er manchen Einheimischen unheimlich. Für uns war es ein guter Platz, da dort einer der wenigen laotischen Geocaches versteckt ist und wir diesen auch fanden.
Vientianes Nightmarket
Der Nachtmarkt von Vientiane bietet jeden Abend Kleidung und Accessoires, vorwiegend für die Laoten selbst. Wir vermuten, dass auch viele Thais über die nahe Grenze kommen, um hier günstig einzukaufen. Überquert man die angrenzende Straße, kommt man zur Uferpromenade an der der Restaurantbereich liegt. Dort gibt es auch wieder die guten Hotpots (eine Mischung aus Fondue und heißem Stein). Und gleich daneben ist ein kleiner Rummelplatz für Kinder aufgebaut.
Als wir an einem Tag dort in der Nähe spazieren waren, kamen wir an dem Areal vorbei, wo die Marktstände untertags gelagert werden. Kompakt zusammengelegt auf Anhängern. Diese wurde da gerade alle 5 Minuten von ein paar Mopedfahrern wieder an die Standplätze des Marktes gebracht. Die Standler brauchen dann ca. 30 Minuten um ihren Stand wieder „verkaufsfähig“ zu machen.
Wat Si Saket
Dieser beeindruckende Tempel, einer der ältesten der Stadt – erbaut 1818, ist bekannt für seine beeindruckende Architektur und die mehr als 10.000 Buddha-Statuen, die er beherbergt. Viele Statuen aus anderen Teilen des Landes wurden hierher gebracht, teilweise um sie vor Zerstörung zu schützen, teilweise um möglichst viele unterschiedliche Stile zeigen zu können. In der Gartenanlage ist auch eine Kutsche ausgestellt, die für Zeremonien verwendet wird.
Ho Pra Keo
Ehemals der königliche Tempel, von 1551 bis 1779 beherbergte der Ho Pra Keo den berühmten Smaragd-Buddha, der mittlerweile im Königspalast von Bangkok steht. Heute ist er ein Museum, das sich der religiösen Kunst von Laos widmet. Der Bau ist wunderschön gestaltet, ebenso wie die Gartenanlage drum herum. In einem Eck des Gartens stehen Baumstämme, die zu Gänze mit Schnitzereien verziert sind.
Pha That Luang
Dieses beeindruckende religiöse Monument gilt als das Nationalsymbol von Laos. Der Pha That Luang ist eine 45 Meter hohe, mit Gold verzierte Stupa und wird als das wichtigste Heiligtum des Landes betrachtet. Seine Spitze besteht aus purem Gold. Ich fand es interessant, dass er wirklich alleine da steht, kein Wat daneben oder ein anderes Gebäude, einfach nur diese imposante Stupa, die dadurch noch mehr Wirkung hat. In der umgebenden Mauer sind sowohl Buddhas, als auch Bilder von früheren Szenen rund um die Stupa ausgestellt.
Er wurde im 16. Jahrhundert erbaut und zieht sowohl Pilger als auch Touristen aus der ganzen Welt an. Jedes Jahr findet im November ein großes Fest, das „Boun Pha That Luang“, statt, bei dem Gläubige aus dem ganzen Land zusammenkommen, um die Stupa zu verehren.
Patuxai Triumphbogen
Der Patuxai wird als das laotische Äquivalent zum Pariser Triumphbogen bezeichnet. Er steht prominent mitten in einer der größten Straßen der Stadt. Ursprünglich wurde er als Kriegsdenkmal erbaut und erinnert an die gefallenen Soldaten im Kampf für die Unabhängigkeit.
Er kombiniert traditionelle laotische und europäische Stile und ist begehbar. Wenn man unter dem Bogen steht und hinaufsieht, sieht man eine sehr schön gestaltete Deckenverzierung. Von der oberen Terrasse aus hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt und die Umgebung. Im Inneren gibt es ein kleines Museum, das einige Volksgruppen von Laos vorstellt.
Buddha Skulpturenpark (Xieng Khuan)
Der Buddha Skulpturenpark, auch bekannt als Xieng Khuan, befindet sich etwa 25 Kilometer außerhalb von Vientiane und ist ein einzigartiges Freiluftmuseum. Erbaut wurde er vom einem Künstler in den 1950er Jahren. Als dieser vor dem damaligen Regime nach Thailand flüchtete, baute er kurzerhand bei Nong Khai erneut so einen Park auf. (Den wir auch besucht haben.)
Der Park bei Vientiane beherbergt über 200 Skulpturen, die verschiedene buddhistische und hinduistische Figuren darstellen. Die monumentalen Statuen, darunter eine riesige Buddha-Statue und kreative Darstellungen von Göttern, faszinieren mich einfach. Wir waren am Nachmittag dort und konnten den Sonnenuntergang genießen. Fast schon kitschig war es, als noch Mönche in ihren orangen Roben durchspazierten.
In einem Eck des Parks ist ein laotisches Renn-Ruderboot ausgestellt, das auch lange an Rennen teilnahm. Es ist ca 1 Meter breit und war schätzungsweise 20 Meter lang, bis zu 50 Personen haben darauf gerudert. Eine meisterliche Leistung finde ich, denn ich glaube ich wäre schon beim Einsteigen damit umgefallen, ganz zu schweigen davon dass 50 Leute im Takt rudern.
Als wir dort waren, war die Anlage schon wieder in einem guten Zustand, aber Plakate zeigten die Verwüstung, die das Hochwasser im September 2024 im Park anrichtete.
Anreise von Luang Prabang mit der Laos-China-Bahn
Für die Fahrt von Luang Prabang nach Vientiane holten wir uns Tickets für die LCR (Laos-China-Railway) – früh genug buchen ist empfehlenswert. Diese – von China finanzierte – Bahnstrecke verbindet die Stadt Kunming im Süden Chinas mit Vientiane. Die Strecke soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden und irgendwann bis nach Singapur führen.
Sie verkürzt die Reisezeit erheblich, wir waren zwei Stunden unterwegs, der Minibus braucht dafür über fünf Stunden. Die Bahn ist modern und mit bis zu 160 km/h unterwegs. Fun Fact: das Logo ähnelt dem der Deutschen Bahn.
Logischerweise hat so ein Großprojekt Vor- und Nachteile. Vorteile sind die kurze Reisezeit und dass deshalb auch einiges an Gütern mittlerweile per Bahn statt LKW transportiert wird. Wahrscheinlich wurden im Zuge des Baus auch einige Sprengkörper entschärft, das ist aber nur eine Vermutung meinerseits. Nachteile sind sicher die Rodung des Dschungels für die Bahntrasse, und die Verschuldung die Laos durch den Bau bei China hat. Die Touristenzahlen in Luang Prabang sind mit dem Zug gestiegen, da nun viele chinesische Gruppen in die Stadt kommen. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, liegt wohl im Auge des Betrachters.
Die Bahnhofshalle in Luang Prabang ist groß und man fühlt sich fast wie am Flughafen, denn es gibt auch einen Sicherheitscheck. In anderen Blogs haben wir gelesen, dass keine Taschenmesser mitgenommen werden dürfen – auch nicht im Großgepäck. Das können wir bestätigen. Es wird viel abgenommen, unter anderem auch Haarsprays. Ich vertrieb mir die Wartezeit damit, zu beobachten, wie die Menschen auf die Abnahme reagierten und sah einige Asiatinnen, die vorm Abgeben noch mal großzügig Haarspray auftrugen, bevor sie ihn abgeben mussten. War recht lustig.

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