Hat einer der besten Pizzas, die ich je gegessen habe.
Marktbesuch bei der Kreuzfahrt
UNESCO Kulturerbe und spirituelles Zentrum des Landes
Die größte Höhle der Welt, durch die man mit einem Boot fahren kann (15km)
Laos, das Land der tausend Elefanten, besticht durch seine unberührte Natur. Viel davon gibt es am Thakhek Loop, einer beliebten Motorradroute. Wir sind ihn mit dem Auto vom Norden im Uhrzeigersinn gefahren. Der Straßenzustand war anfänglich schlecht, verbesserte sich aber im weiteren Verlauf deutlich. Unser Autovermieter erklärte uns, dass wir bei den Checkpoints die technischen Fahrzeugunterlagen vorzeigen müssen, nicht die Führerscheine. Das war gut zu wissen, denn an fast jeder Regionalgrenze gibt es so eine Kontrolle.
Der Loop ist geprägt durch eine wunderschöne Landschaft, imposante Kalksteinformationen und Reisfeldern. Dazwischen gibt es immer wieder Wasserfälle und Höhlen, die zu einem Besuch einladen.
The Rock: Ziplining über das Annamitengebirge
Ein absolutes Highlight des Thakhek Loops ist der Besuch von The Rock. Hier konnten wir auf Ziplines über die beeindruckende Landschaft fliegen. Der Weg beinhaltete auch kleine Klettersteige und Hängebrücken. Die Aussicht von oben ist einfach atemberaubend und bietet unvergleichliche Panoramablicke auf die umliegenden Karsttürme und das grüne Tal.
Wir haben auch zwei Nächte in der Rock Lodge geschlafen. Die Zimmer sind jeweils ein Art Fass, genial eingerichtet für den Platz den sie bieten und mit Ausblick auf das Gebirge. Für mich eine der interessantesten Unterkünfte, die wir bislang auf der Reise hatten.
Kajaken durch unberührte Natur
Die nächste Station war für uns das Spring River Resort, einer schönen Anlage mit vielen Pflanzen und Bungalows. Gleich am Ankunftstag buchten wir eine vierstündige Kajaktour am Nam Hinboun River. Für mich war es eine der schönsten Touren, die ich bislang mit dem Kajak gemacht habe.
Der Fluss ist klein, aber absolut naturbelassen. Wir waren alleine unterwegs, kaum ein anderes Boot und keine anderen Paddler kamen uns unter. Dafür sahen wir viele Wasserbüffel, teilweise waren sie nur einen Meter von uns entfernt. Rote Libellen begleiteten uns die ganze Fahrt über. An den Ufern erheben sich imposante Kalksteinberge und hin und wieder kommt man an einem Dorf vorbei. Die Ruhe und Natur rund herum ist einfach idyllisch und lädt zum Träumen und Entspannen ein. Wenn man die Zeit hat, sollte man diese Paddeltour unbedingt machen!
Am Ende holte uns ein Pickup ab und brachte uns und die Kajaks wieder zum Spring River Resort. Ein absolut gelungener Tag.
Kong Lor Höhle: Ein faszinierendes Unterwelt-Abenteuer
Die Kong Lor Höhle gehört zu den eindrucksvollsten Höhlen des Thakhek Loops und ist eine der größten schiffbaren Höhlen der Welt – ein spektakuläres Naturwunder. Klar, dass wir das sehen mussten. Die Tour in die Höhle konnten wir auch übers Resort buchen.
Am Vormittag holte uns ein kleines Motorboot ab und wir fuhren fünfzehn Minuten den Nam Hinboun River entlang, bis wir in der Nähe der Höhle waren. Ein kurzer Fußweg brachte uns zum Eingang, wo schon andere Boote warteten. Mit einem dieser Langboote ginge es dann eine halbe Stunde durch die mehr als 7 Kilometer lange Höhle hindurch. Fast die ganze Fahrt ist es stockdunkel, nur die Lichter der Stirnlampen tanzen durch die Umgebung. An zwei Stellen sind beeindruckende Stalaktiten und Stalagmiten beleuchtet. Dort gibt es auch kurze Stopps, um auszusteigen und kleine Rundwege durch die Formationen zu gehen. Am Ende fällt langsam etwas Tageslicht herein und der Ausgang zeigt sich. Eine mystische Erfahrung.
Im kleinen Dorf bekommt man Getränke und Snacks und kann auch gewebte Stoffe kaufen. Die Dorfbewohner überquerten lange mühsam den Berg, bevor sich jemand traute die Höhle zu erkunden und den Weg hindurch fand. Viele Menschen im Dorf sind Animisten, eine ihrer Legenden ist, dass Nagas in der Höhle leben. Aber auch abseits der Legenden war die Ersterkundung gefährlich, denn es gibt einige Wasserwege, die nirgends hin führen. Die Gefahr nicht mehr rauszufinden, war früher in der umfangreichen Höhle groß.
Zurück ging es wieder durch die Dunkelheit, auch beim zweiten Mal ein eindrucksvolles Erlebnis.
Nakai-Nam Theun Nationalpark: Ein magischer Ort
Der Nakai-Nam Theun Nationalpark ist eine sehr überraschende Region, ein „flooded forrest“. Durch einen Staudammbau wurde eine weitläufige Waldregion geflutet. Die Bäume überlebten es nicht, und so stehen heute unzählige Stämme im Wasser. Der Thakek Loop führt ein kurzes Stück hindurch.
Da in diesem Schutzgebiet zahlreiche Tiere leben, verbrachten wir zwei Nächte im Phosy Guesthouse in Thalang, um den Flooded Forest vom Wasser aus erleben zu können. Das Guesthouse bietet eine gute Atmosphäre und bietet auch Ganz- oder Halbtages-Touren durch den Flooded Forrest an. Anscheinend leben in dem Gebiet auch noch ein paar wilde Elefanten.
Wir beschlossen eine Halbtagestour zu machen. Die war leider etwas enttäuschend, wir sahen kaum Tiere – man ist auch mit dem Motorboot unterwegs, vielleicht verschreckt der Lärm sie. Und unser Guide erzählte uns so gut wie nichts. Aber die Fahrt an sich durch all die Baumstämme war schon speziell, dafür hätten aber zwei Stunden gereicht.
Thafalang – kolonialer Erholungsort
Unsere letzte Station am Thakhek Loop war Thafalang, kurz vor Pakse. Der Ort war schon in Kolonialzeiten bei den Franzosen als Picknick Platz beliebt und liegt an einem kleinen Fluss. An dem einen Ufer gibt es eine Reihe von überdachten Bambusterrassen, hier werden Speisen und Getränke serviert. Der Fluss beherbergt zahlreiche Fische, die die Reste schnell beseitigen. Und zwar so viele davon, dass wir uns echt überlegten, ob wir die Füße ins Wasser halten wollen. Haben uns getraut und die Fische machten einen Bogen um sie. Neben uns fischte eine Frau einen Fisch mit bloßen Händen aus dem Wasser, kein Problem, da wirklich eine Meute unter den Terrassen schwimmt. (Sie warf ihn dann auch wieder zurück ins Wasser.)
Eigentlich wollten wir nur einen Zwischenstopp einlegen. Da es am anderen Ufer aber nette Bungalows gibt, fragten wir spontan, ob noch ein Platz für eine Nacht frei ist und hatten Glück. Wir gingen ins Flussrestaurant essen, genossen am Abend noch den schönen Ausblick auf die Umgebung und fuhren erst am folgenden Tag nach Pakse.

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