Markt mit vielen einheimischen Besuchern
zentraler Markt, beeindruckende Architektur, vielfältiges Angebot, touristischer Flair
Eine Kette die viele kleine Portionen spanischer Tapas bietet.
Eine deutsche Tapas Bar, wurde in unserem Reiseführer empfohlen. Ist nicht zu empfehlen – kaum Tapas Angebot und das was da war, waren Würstel.
Im Herbst 2022 besuchte ich mit meinen Eltern für ein paar Tage die spanische Hauptstadt Madrid. Obwohl sie inmitten des Landes liegt, findet man überraschenderweise südliches, maritimes Flair vor. In ein paar Tagen kann man die Sehenswürdigkeiten der Stadt gut erkunden.
Es gibt praktische Mehrtagestickets für die Metro, damit kommt man bequem in alle Ecken der Stadt.
Wir machten zu Beginn – wie so oft in einer neuen Stadt – eine Hop-on Hop-off Bustour. Es gibt eine Route durch moderne und eine durchs historische Madrid. Bei der historischen Tour gibt es mehrmals am Tag auch eine erweiterte historische Tour.
Tipp: Hop-on Hop-off Bustour
Es gibt einige Ticket Verkaufsstellen rund um die Haltestellen, Tickets zu erhalten ist also einfach. Allerdings waren bei uns sehr viele Menschen bei den zentralen Haltestellen und wir mussten fast immer eine halbe Stunde warten, bis wir mitfahren konnten. Daher bitte Geduld mitbringen. Leider werden auch die Informationsansagen häufig durch Haltestellen Ansagen unterbrochen.
Etwas Kultur muss sein
Nachdem wir einen ersten Überblick über die Stadt hatten, verbrachten wir einen Nachmittag im Prado – Madrids berühmtestes Museum und eines der größten Kunstmuseen der Welt. Er ist ein beeindruckendes Bauwerk, recht hell für ein Museum und sehr gut aufgeteilt. Unter anderem kann man Werke von Diego Velázquez, Botticelli, Caravaggio, Albrecht Dürer und Rembrandt bewundern. Jeder einzelne Raum ist wunderbar gestaltet und ich flanierte gerne durch diese Kunstschätze.
Das zweite Museum, das wir besuchten, war das Museo Reina Sophia. Vor allem, weil ier die Guernica von Picasso hängt. Wir machten uns auch recht gezielt auf zu diesem Werk und ließen die anderen Ausstellungssäle links liegen, da wir von der Größe des Museums etwas überfordert waren.
Ich glaube Kunstinteressierte könnten alleine in diesen beiden Museen mehrere Tage verbringen.
Kulinarik am Markt
Im Madrid darf man sich keinesfalls die Märkte entgehen lassen, wir waren beim Mercado San Antonio und natürlich beim Mercado San Miguel.
San Antonio ist ein Markt, den auch viel Einheimische besuchen. Unten werden Waren verkauft und im oberen Stock gibt es eine Fressmeile für Tapas jeder Art. Ein wunderbarer Ort zum Genießen und beobachten.
Der Mercado San Miguel liegt sehr zentral und ist ein Touristenmagnet. Außen ein imposanter Holzbau, innen gründlich modernisiert. Das Angebot an Essen und Trinken ist vielfältig und überall gibt es Tische, um die Snacks einzunehmen. Sollte man sich ansehen, authentischer fand ich allerdings den Mercado San Antonio.
Der Bär und der Erdbeerbaum
Es stellt sich die Frage, warum Spaniens Hauptstadt einen Bären und einen Erdbeerbaum als Wahrzeichen trägt? Es gibt darüber mehrere Theorien, warum gerade diese Komposition entstanden ist. Die folgende Geschichte könnte ein Erklärungsversuch sein: Madrid wurde ursprünglich „Ursa“ genannt. Ursa ist Latein und heißt so viel wie „Bär“. Der Grund für diese Namensgebung war die Ansammlung von Bären in einem nahegelegenen Wald vor langer Zeit. In diesem Wald gab es einige „madroños“, Bäume mit roten, kleinen Früchten, die Erdbeeren ähneln und welche die Bären gerne assen.
Wahrscheinlicher ist jedoch folgendes: Das Wappen symbolisiert die Einigkeit und Bedeutung von Klerus, dargestellt durch den Baum, und dem Adel, der durch den Bär dargestellt wird. Klerus und Adel hatten sich in gemeinsamer Eintracht im Mittelalter das Land in und um Madrid aufgeteilt. Demnach wurden dem Klerus die Weiden und Felder und dem Adel die Wälder und Jagdgebiete zugesprochen.
Übernommen von: https://www.spanienaufdeutsch.com/de/wissenswertes/detail/B%C3%A4r-und-Erdbeerbaum-+-warum-denn-das?/MzQ1OQ==#.Y7KeI3bMJPY
Stöbern ohne Zurückhaltung
Jeden Sonn- und Feiertag findet in Madrid der große Rasto-Flohmarkt im Viertel Embajadores statt.
Den sollte man sich nicht entgehen lassen! Auch wenn man nichts kaufen möchte, das quirlige Leben zieht einen in den Bann. Und wer gern Leute schaut ist hier sowieso goldrichtig.
Erholung im Grünen
Madrid verfügt über mehrere Parks, zwei Grünflächen davon liegen mitten im Zentrum. Dem Parque de El Retiro – eine große Grünanlage, ähnlich dem grünen Prater in Wien, mit einem kleinen Teich in der Mitte; und den nebenan liegenden botanischen Garten. Wir besuchten letzteren, genossen die Stille inmitten der Stadt und entdeckten einiges Wissenswerte in den Außenanlagen und im Gewächshaus. Im Pavillion finden wechselnde Ausstellung statt.
Es lebe der König (und die Kirche)
An einem Halbtag besuchten wir den königlichen Palast in Madrid. Wie bei vielen anderen Sehenswürdigkeiten, kann man auch hier das Ticket im Voraus buchen, bekommt ein Eintritts-Zeitfenster und erspart sich so das Anstellen.
Einmal im Palast kann man eine Tour starten, die über ein Pad gesteuert wird. Toll gemacht! In jedem Raum werden die gesprochenen Informationen durch Bild- oder Videomaterial unterstützt und zeichen so lebhaftes Bild der damaligen Zeit. Während der Tour sieht man 27 unterschiedlichsten Prunkräume, wie das Geschirrkabinett, einen Musikraum mit Stradivavis, einen Raum mit den Königsinsignien,… beendet wird die Tour im wahrlich beeindruckenden Thronsaal.
Und wenn man schon beim Palast ist, sollte man auch die Almundena Kathedrale besuchen, die sich genau gegenüber befindet. Ihre äußere Erscheinung lässt nicht vermuten, dass sie erst 1993 fertig gestellt wurde. Im Inneren ist sie um einiges moderner. Der Rundgang führt durch die Kirche, ein kleines Museum und auch auf einen Balkon, von dem aus man einen guten Blick auf den Palasthof hat.
Krypta im Dom
Gleich neben der Kathedrale befindet sich die Krypta des Doms, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Sie hat dieselbe Dimension wie der darüberliegende Dom und wird von 400 Säulen gestützt. In 20 Kapellen werden Kunstwerke gezeigt und die Fenster sind in allen Farben verziert. Die im neoromanischen Stil erbaute Krypta weiß zu beeindrucken.
Sportliches Ballett
Wer die Trophäen der Fußball Mannschaft Real Madrid bestauen möchte, ist im Norden der Stadt richtig, dort liegt das Station Santiago Bernabéu, Heimat des Weißen Balletts. Bei unserem Besuch wurde es gerade erweitert und auch innen der Rasen neu verlegt – nicht uninteressant zum Zusehen. Natürlich gibt es auch Unmengen von Merchandise, um das Fanherz zufrieden zu stellen.
Flanieren, flanieren, flanieren
Wofür man sich in Madrid Zeit lassen sollte ist, zu flanieren, zum Beispiel rund um die Oper, im Viertel Chueca, am Plaza Mayor oder in der Calle Areal. Sich durch die Gassen der Innenstadt treiben lassen und die zahlreichen Grafitti entdecken. Einen der vielen Themenspaziergänge aus dem Reiseführer machen. Die Seele baumeln lassen, während man das Leben rund um sich betrachtet. Sich an der einen oder anderen Ecke mit Oliven und Tapas stärken. Und einfach genießen.
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