Rund um den Besuch
Der Singapur Zoo, Mandai genannt, gilt als der beste Zoo in Asien. Die Tiere haben artgerecht gestaltete Käfige und der Zoo entspricht westeuropäischen Standards. Das Areal ist in vier Teile gegliedert, von denen wir drei besucht haben. Das Bird Paradise haben wir ausgelassen.
Wir waren an einem Montag, und es war nicht viel los. Wir hatten uns nur einen Tag dafür Zeit genommen, das war zu wenig und wirklich anstrengend. Es ist besser die Nacht-Safari extra zu machen.
Der Zoo liegt außerhalb der Stadt, ist mit dem Bus aber gut zu erreichen. Man braucht allerdings fast 1,5h hin.
Die Eintritte haben wir mit dem Go City Pass bezahlt. Die Nacht-Safari mussten wir vorreservieren.
Singapur Zoo
Der eigentliche Zoo
Der Zoo erstreckt sich über großzügige Flächen, die in wunderschöne Zonen unterteilt sind, jede mit ihrem eigenen einzigartigen Lebensraum. Es gibt zu jedem Tier eine Beschreibung und in kleinen Infohütten gibt es Schauobjekte. In einem Amphitheater finden Vorführungen statt und zu unterschiedlichen Zeiten gibt es an unterschiedlichen Gehegen einen Vortrag durch Tierpfleger:innen. Da waren wir allerdings bei keinem dabei. Wir sahen viele interessante Tiere, darunter den wunderschönen Kasuar, das süße Zwerg-Flusspferd und Orang-Utans. Wusstest du, dass es auch asiatische Löwen gibt?
An einem Ende steht das Regenwald Haus. Da sollte man unbedingt rein gehen. Es ist ein großes Gehege zum Durchgehen, mit üppiger Vegetation. Fledermäuse hängen in den Bäumen, Agutis laufen am Boden, bunte Vögel fliegen umher und Kattas und Echsen blockieren den Weg.
Das Zoo-Restaurant ist zwar groß, das Essen war aber okay und die Preise auch.
River Wonders – in 7 Flüssen um die Welt
Das Areal der River Wonders liegt direkt neben dem Zoo. Diese Themenwelt wurde 2013 eröffnet und bildet in Aquarien die Lebensräume von sieben großen Flüssen ab. Interessanterweise ist auch das Panda-Gehege in diesem Teil des Zoos.
Gleich nach dem Eingang hatten wir schon unsere erste Überraschung. In einem großen Becken mit Glaswand schwamm ein Gavial. Diese Krokodilart ist für seine lange Schnauze bekannt und wir konnten, durch die Glaswand getrennt, direkt neben dem Tier stehen. Diese Nähe war schon beeindruckend.
Der Rest der Becken ist ebenfalls interessant und informativ gestaltet. Einige enthalten wirklich große Fische. Aber ein definitives Highlight waren die Manatis (Seekühe) am Schluss der River Wonders. Es war das erste Mal, dass ich diese Tiere gesehen habe, und ob mir das je in freier Wildbahn gelingen wird, ist fraglich. Außerdem gab es auch ein Aquarium mit einer Anakonda, der scheuen Riesenschlange.
Da wir schon recht müde waren, nutzen wir im River Wonders auch die angebotene Bootsfahrt. Das ist eine ca. 15 Minuten lange Wasserbahn, die an einigen Gehegen, u.a. dem des Jaguars, vorbei führt. Ein nettes kurzes Vergnügen.
Während der Zoo um 18h schließt, hat River Wonders bis 19h offen. Perfekt, denn ab dann ist Einlass in die Night Safari.
Night Safari – Nachtzoo
Bevor wir als Tagesabschluss die Nacht-Safari machten, stärkten wir uns im Lokal auf dem Gelände. Das Restaurant hat bis 23h oder später offen, man kann also auch nach der Nacht-Safari noch was essen gehen. Nachdem wir schon den ganzen Tag bei schwül-heißem Wetter auf den Füssen waren, tat uns die Sitzpause gut.
Der Nachtzoo ist eine ungewöhnliche Art des Tiergartens, die ich so noch nicht gekannt habe. In dem Bereich wurden nachtaktive Tiere versammelt und werden zu ihrer normalen Aktivitätszeit präsentiert. Es gibt einen Rundweg für Selbstführer, einen Bummelzug, der durch den Zoo fährt, und verschiedene Informationsangebote in Form von Vorführungen und Vorträgen durch die Tierpfleger:innen.
Da wir gelesen haben, dass der Bummelzug meist überlaufen ist, haben wir uns zu Beginn die Vorführung angesehen. Es war eine unterhaltsame Viertelstunde, die Infos waren gut aufbereitet. Wir sahen den Waschbären, ein Stachelschwein, Eulen und ein paar mehr Tiere.
Danach machten wir uns auf den ersten Rundweg durch die Nachtsafari. Die Wege sind breit und ausreichend beleuchtet, aber auch so beleuchtet, dass die Tiere möglichst wenig gestört werden. Auch hier ist die Beschilderung gut. Am Ende des ersten Weges beschlossen wir, gleich alles abzugehen. Eine gute Entscheidung, denn der Zug war bis zum Schluss voll.
Wir nutzten die Zeit bis 22h gut, denn es gab viel zu sehen. Bei manchen Gehegen dauerte es auch länger, bis wir den Bewohner erspähten. Wir sahen u.a. weiße Tiger, Angelkatzen, Flughunde, Flughörnchen und Springmäuse.
Insgesamt war unser Tag im Singapur Zoo ein unvergessliches Erlebnis, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Selbst wenn du nur wenig Zeit hast, lass dir die Night-Safari auf keinen Fall entgehen – sie ist ein absolutes Muss!

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