Neapel – Geburtsort der Pizza

Berichte aus Italien

März 2025

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https://www.campeggievillaggi.it/de/campingplatz/details-centro-vacanze-oriente/1-13176

Locanda Di San Martino Hotel & Therme

https://www.locandadisanmartino.it/en/home/

Camping Pizzo Greco

einzige FKK-Camping Italiens am Strand

https://pizzogreco.com/de/

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https://www.laprosciutteria.com/en/eat-and-drink/

 

 

Hotel Casa al Carmine
Hotel Atmosfera d'Arte - Private parking
Chiesa de San Domenico
Chiesa die San Andrea
Cantina Vera

Weinverkostung und kalte Platte - richtig gut!

https://www.cantinaveraorvieto.it/en/

Torre del Moro
Pozzo di San Patrizio
Duomo di Orvieto
Chiesa de San Domenico
Hotel MH SUITES Plebiscito
Olimpia Apartment city center
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Die Amalfiküste ist UNESCO Weltkulturerbe

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Die Amalfiküste ist UNESCO Weltkulturerbe

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Wir waren zwar dort, hat mich aber nicht beeindruckt

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Unsere nächste Station für vier Nächte war Neapel. Wir quartierten uns im MH Suites Plebiscito Hotel ein, einer neuen Vermietung mit 4 Zimmern, sehr zentral gelegen und mit einem Parkhaus gleich daneben – empfehlenswert.

Piazza del Plebiscito

Gleich am ersten Abend spazierten wir durch unsere Nachbarschaft. Innerhalb von 10 Minuten waren wir zu Fuß vom Hotel beim Piazza del Plebiscito. Einem zentralen Platz, der mittlerweile für den Verkehr gesperrt ist. Es ist eine große Fläche, eingerahmt im Osten vom ehemaligen königlichen Palast und dem Bau der Basilika die San Francesco im Westen, wirkt er sehr mächtig.

Am Abend ist er gut besucht und hin und wieder spielen Straßenmusikanten auf dem Platz.

Basilika di San Francesco di Paola

Im Palast waren wir nicht, aber in der Kirche. Ursprünglich wurde die halbrunde Fassade mit den Säulen vom damaligen König von Neapel, Joachim Murat, einem Schwager Napoléons, als Huldigung an den Kaiser geplant. Von einer Kirche war in den anfänglichen Bauplänen noch nichts zu sehen.

Erst als der nächste Baumeister übernahm, und Napoleon in Ungnade gefallen war, beschloss man hinter dem Bogengang eine Kirche zu bauen und damit das Denkmal einem religiösen Zweck zuzuführen.  Die Kirche erinnert dabei vom Stil an das Pantheon in Rom.

Galleria Umberto I.

Nur ein paar Schritte vom Piazza del Plebiscito entfernt befindet sich das Einkaufszentrum Galleria Umberto I. Sie stand nicht in unseren Reiseführern, aber schon beim ersten Blick war klar, dass wir da rein mussten.

Weniger wegen den Geschäften, die auch sehr ansprechend gestaltet sind, sondern wegen dem Gebäude selbst. Schon von außen beeindruckt die Glaskuppel, die sich über das Dach erstreckt. Von der Mitte gehen vier Gänge mit den Geschäften ab. Der Boden ist mit Mosaiken verziert.

Mich erinnert es stark an die Galerie am Hauptplatz von Mailand.

Spanisches Viertel – Quartieri Spangnoli

Fürs Abendessen sind wir durchs Spanische Viertel geschlendert, das ebenfalls in der Nähe unseres Hotels liegt. Es liegt östlich von der Via Toledo und zeichnet sich durch enge Gassen mit vielen Restaurants aus. Unser Reiseführer wies darauf hin, dass es am Abend unsicher sein könnte; davon hätten wir nichts mitbekommen. Natürlich aßen wir in Neapel auch Pizza – immerhin gilt die Stadt als ihr Heimatort. Hier soll die Pizza Magaritha erfunden worden sein, die die italienischen Farben zeigt.

Hop on – Hop off

In Neapel gibt es auch einen Hop-on Hop-off Bus mit zwei unterschiedlichen Routen. Das Ticket gilt für 24 Stunden.
Bei der einen Runde fährt man die Hauptattraktionen der Innenstadt ab, bei der anderen kommt man in die (Villen-)vororte am Stadtberg.

Beide Strecken dauern eine bis eineinhalb Stunden und die Erklärungen zu den einzelnen Stationen sind informativ.

Eine Stadt mit über 400 Kirchen

Wir wären nicht in Italien, wenn es nicht auch unzählige Kirchen gäbe, die um die Besucher buhlen. In Neapel gibt es über 400 Gotteshäuser, man könnte daher täglich in eine andere Kirche zur Messe gehen und es wären immer noch einige über. Wir waren in einer Handvoll der Kirchen drinnen.

Selbstverständlich waren wir im Dom, der wuchtig und beeindruckend ist. Das Hauptschiff ist sparsam verziert, an der Decke und in den Seitengängen finden sich schöne Fresken. Er ist die Heimat von Reliquien des Heiligen Gennaro, davon habe ich aber erst danach gelesen. Reliquien verlieren in Italien irgendwie auch an Besonderheit, gefühlt gibt es in jeder Stadt mindestens zwei.

Die Jesuitenkirche Gesù Nuovo – gleich daneben steht die alte – ist bekannt für ihre ungewöhnliche Aussenfassade. Sie besteht aus nach außen spitz werdenden dunklen Fliesen – Diamantquader genannt. Innen ist sie mit viel Marmor, Fresken und Gemälden ausgestattet.

Die Basilika Santa Chiara ist die alte Jesuitenkirche daneben. Sie ist die Grabstätte von einigen italienischen Königen. Bekannt ist sie für ihren Kreuzgang mit den Keramikfliesen. Als wir dort waren, war sie leider schon geschlossen.

Mit dem Lift und Aufzug zur Aussicht

Monte Echia oder Pizzofalcone

Teile der Stadt liegen erhöht, in diesen guten Lagen stehen einige Villen und große Häuser, wie wir bei der Hop-on Hop-off Tour gesehen haben. Bereits im 16. Jahrhundert begann die Oberschicht Wohnhäuser auf dem Hügel zu errichten. Zur schönen Aussicht kam damals auch die Nähe zum Königspalast als Verkaufsargument.  So wurde die mit Villen gesäumte Via Monte im 18. Jahrhundert zu einer der vornehmsten Wohnstraße Neapels. Heute befinden sich Wohnhäuser und Amtsgebäude auf dem Hügel.

Es ist leicht, auf den Hügel zu kommen, denn es führt ein Lift hinauf bis zu einer Aussichtsplattform. Wir sind einmal hinaufgefahren, um die Aussicht auf die Stadt Neapel, den Vesuv und das Meer zu genießen.

Castel Sant Elmo

Ein anderes Mal haben wir uns das Castel Sant Elmo auf dem Hügel Vomero angesehen. Auch hier ging es gemütlich in die Höhe: in Neapel sind an verschiedenen Stellen Schrägseilzüge im Einsatz, so auch zum Castel hinauf.

Oben angekommen, gingen wir noch ein Stück zu Fuß, bis wir das Castel erreichten. Es ist eine imposante Festungsanlage aus dem 14. Jahrhundert, das bis 1979 vom Militär genutzt wurde. Erst danach wurde es touristisch zugänglich. Dass es vorrangig militärische Zwecke hatte, sieht man auch an der fehlenden Dekoration. Im Inneren führt ein breiter Gang immer höher, bis man oben auf einem Kasernenplatz ankommt.
Die Ausblicke, die man dabei aber durch die Fenster hat, die sind wunderschön.

Gleich neben dem Castel liegt, natürlich, eine Kirche: das Kloster Certosa di San Martino.
Es wurde 1325 geweiht, danach allerdings öfter umgebaut und heute ist von der alten Struktur nicht mehr viel erhalten. Im Kloster befindet sich ein Museum und ein paar prunkvoller Räume, wir haben es allerdings nicht besucht.

Für den Rückweg noch ein Tipp: Oben beim Einsteigen genau schauen, wo man hin muss. Wir waren zuerst bei der falschen Linie.

Neapels Untergrund

Etwas Besonderes war die Führung durch Neapels Untergrund, die wir mitgemacht haben. Es gibt mehrere Anbieter für solche Touren, die zum Teil recht unterschiedlich ausgerichtet sind. Wir haben zum Beispiel eine gesehen, die damit wirbt, dass man in keine engen Räume kommt. Im Laufe der Tour habe ich diese Werbung auch verstanden, denn unsere führte zum Teil durch sehr enge Gänge.

Wir haben uns beim Veranstalter Napoli Sotrerranea Tickets gekauft. Die Führung dauert ca. eine Stunde und führt, wie versprochen, in den Untergrund der Stadt. Die dort liegenden Kammern wurden vor allem für die Speicherung von Trinkwasser genutzt. In Kriegszeiten dienten sie als Luftschutzräume. In einem Raum befindet sich ein kleines Blumenbeet, ein Schulversuch, in dem die Pflanzen nur das Licht der Lampen benötigen. Wasser und Nahrung holen sie sich über die feuchte Luft in den Kellern.

Am Ende und wieder auf Straßenniveau brachte uns der Guide noch zu einem alten, römischen Theater. Dazu gingen wir ein paar Schritte bis zu einem Haus, das heute ein Museum ist. Drinnen befanden wir uns zuerst im Wohnraum, dann öffnete der Guide eine Falltüre im Boden und wir kamen in die untere Struktur des Theaters. Dort waren die Umkleiden und der Gang, um von einer Seite auf die andere der Bühne zu kommen. Beim Bau wurden schon Strukturen in die Wände eingearbeitet, welche die Auswirkungen von Erdbeben minimieren sollen.
Zu seinen Glanzzeiten hatte das Theater mehrstöckige Zuschauerränge und selbst Nero soll hier aufgetreten sein.

Am Ende der informativen Tour kamen wir noch in einen Raum, in dem Schaukästen mit alten Theater-Puppenszenen ausgestellt waren. Ein guter Abschluss für den Untergrund und das Theater.

Skurriles Neapel – Krippen, Maradonna und der Beinspreitzer

Neapel ist auch als Stadt der Krippenbauer bekannt. In den ersten Tagen kamen wir an keinen vorbei. Aber dann fanden wir das richtige Eck: egal wohin wir schauten, überall gab es Krippen, Krippenfiguren und Krippenzubehör zu kaufen und das das ganze Jahr lang.  

Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Orientalisch oder westlich, alt oder modern, klassisch religiös oder mit VIPs der neueren Zeit geschmückt, mit Licht- und Wasserspielereien oder ohne – für alles findet man hier das richtige Zubehör.

Vom Göttlichen der Krippe ist es in Neapel nur ein kleiner Schritt zu einem anderen Gott: Maradonna.
Dieser Weltfußballer, der lange für den FC Napoli gespielt hat, wird in der Stadt verehrt. An vielen Ecken findet man Graffitis mit seinem Gesicht auf den Wänden. Er findet sich in unterschiedlichsten Formen in jedem Souvenirladen, und in so manch einer Bar hängt ein Foto von seinem Besuch.

Eine andere italienische Besonderheit, die uns bislang nur in Neapel untergekommen ist, ist der „Beinspreitzer“. Ein Getränk aus frischen Zitronen, Wasser und Backpulver. Es geht oft über, weshalb man die Beine auseinander geben muss, um sich nicht anzupatzen.
Leider haben wir es nicht gekostet. Zuerst hatten wir keinen Guster, dann sahen wir kein so ein Standl mehr.

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