Siziliens Südosten

Berichte aus Italien

April 2025

Inhalt
2
3
Florenz

UNESCO Weltkultur Erbe

Historic Centre of Florence

Mailand
Vatikan
Venedig

UNESCO Weltkultur Erbe

Venice and its Lagoon

Ancona
Chioggia
Numana
Vieste
Tremiti Inseln
Castel del Monte

UNESCO Weltkultur Erbe

Castel del Monte

Locorodondo
Alberobello

UNESCO Weltkultur Erbe

The Trulli of Alberobello

Capo Rizzuto
Dogenpalast
Reggio
Tropea
Ercolano
Forum Romanum
Vatikanischen Museen
Camping Atlanta Mediterraneo
Camping Conero Azzurro
Camping Centro Vacanze Oriente

https://www.campeggievillaggi.it/de/campingplatz/details-centro-vacanze-oriente/1-13176

Locanda Di San Martino Hotel & Therme

https://www.locandadisanmartino.it/en/home/

Camping Pizzo Greco

einzige FKK-Camping Italiens am Strand

https://pizzogreco.com/de/

Hermes Home
Villaggio Club Baia del Sol
Camping Gallipoli
Pizzaria Al Vicoletto
Wasserspeicher in Matera
La Trattoria da Cicero

Vorzügliches Fischrestaurant

Hotel Residence Esplanada
Pizzaria Gli Orientali
Casa Grotta

Höhlenwohnung mit Möbel

Piazza del Duomo, Pisa

UNESCO Weltkultur Erbe

Piazza del Duomo, Pisa

San Gimignano

UNESCO Weltkultur Erbe

Historic Centre of San Gimignano

Siena

UNESCO Weltkultur Erbe

Historic Centre of Siena

Musei Civici Eremitani
Padua

UNESCO Erbe

Prato della Valle
Basilica des Heiligen Antonius
Universität Padua
Palazzo della Ragione
La Prosciutteria

https://www.laprosciutteria.com/en/eat-and-drink/

 

 

Hotel Casa al Carmine
Hotel Atmosfera d'Arte - Private parking
Chiesa de San Domenico
Chiesa die San Andrea
Cantina Vera

Weinverkostung und kalte Platte - richtig gut!

https://www.cantinaveraorvieto.it/en/

Torre del Moro
Pozzo di San Patrizio
Duomo di Orvieto
Chiesa de San Domenico
Hotel MH SUITES Plebiscito
Olimpia Apartment city center
Amalfi

Die Amalfiküste ist UNESCO Weltkulturerbe

Positano

Die Amalfiküste ist UNESCO Weltkulturerbe

Ravello
Piazza della Liberta

Wir waren zwar dort, hat mich aber nicht beeindruckt

Duomo di San Matteo
Palermo
Capo Markt
Scopello
San Vito Lo Capo
Coryna Apartment
Trapani
Erice
Campanile della Chiesa Madre
Marsala

Die Stadt des Marsala Weins

Marsalawein Museum
Salinen von Nubia
Tempel von Segosta

UNESCO Weltkulturerbe

Sciacca
Il Castello Incantato

Ein Künstler stellte seinen Garten mit Steinkoepfen voll

Agrigent
Enna
Villa Romana del Casale

UNESCO Weltkulturerbe

Valle dei Templi

UNESCO Weltkulturerbe

Scala dei Turchi
Syrakusa

UNESCO Weltkulturerbe

Papyrusmuseum
B&B Sofia Home
Ätna
Ragusa
Noto

UNESCO Weltkulturerbe

Eolian Port B&B
Il Moro di Ballarò - Palermo Rooms

Um Siziliens Südosten zu erkunden haben wir uns in der Nähe von Catania eingemietet. Zuerst in  einer kleinen Hütte auf einem Hügel mit Ausblick auf die Stadt.
Es war idyllisch, aber recht außerhalb, eine Unterkunft, für die man ein Auto braucht.

Syrakusa – die Stadt des Papyrus

Syrakusa ist eine größere Stadt im Südosten und hat eine bewegte Geschichte. Die Stadt ist schön hergerichtet und ladet zum Flanieren ein. Das merkten wir auch daran, dass schon recht viele Touristen unterwegs waren.

Syrakus war im Laufe der Geschichte ein wichtiger Hafen, kann aber auch mit zwei Besonderheiten aufwarten. Zum einen gibt es mitten in der Stadt einen Süßwasserteich. Dessen Quelle entspringt gegenüber und das Wasser verläuft ein kleines Stück in einem natürlichen Kanal unter dem Meer, bevor es den Teich erreicht. Die Quelle gibt es so lange, dass eine Legende dazu existiert.

Papyrus-Museum

Die zweite Besonderheit ist, dass in der Region Papyrus wächst. Die ersten Pflanzen waren vermutlich ein Geschenk aus Ägypten und sie gedeihten prächtig. Die Bewohner lernten aus den Pflanzen Papier herzustellen. Das war lange ein begehrtes Gut, vor allem für die Kirchen, und ließ sich gut verkaufen. Erst nach einiger Zeit wurde das Papyruspapier nach und nach von anderen Materialen wie Pergament ersetzt.

Im Papyrus Museum in der Stadt erfährt man einiges zu der Geschichte der Pflanze und zum Herstellungsprozess des Papieres. Die weiteren Ausstellungsstücke umfassen alte Schriftstücke, aber auch andere Dinge, die aus dem Material gefertigt wurden. Darunter fallen zum Beispiel Sandalen. Was mich erstaunt hat war, dass in Afrika sogar Boote aus Papyrus gefertigt wurden. Zwei davon sind auch ausgestellt. Mit einem Papierboot auf Fischfang gehen – wer hätte gedacht, dass das funktioniert.

Rauf auf den Vulkan Ätna

Von unserer Hütte fuhren wir nur eine Viertelstunde zum Ausgangspunkt für die Fahrten auf den Ätna. Man kann ihn traditionell zu Fuß besteigen, oder die gemütlichere Variante wählen, was wir machten. Von der Talstation fährt zuerst eine Seilbahn Richtung Gipfel. Eine der wenigen, die wir auf Reisen nutzten und die nicht von Doppelmayr war, sie knarrte auch ziemlich. Danach geht es mit einem speziellen Allradbus weiter Richtung Gipfel. Wir fuhren teilweise zwischen Schneewänden und die Straße war recht ruppig, das machte die Fahrt zu einem Erlebnis.

Danach führte uns ein Guide für eine Stunde noch ein Stück weiter zu Fuß den Vulkan hinauf. Auf einem schlafenden Vulkan zu stehen ist etwas Besonders. Wir hatten noch dazu das große Glück, dass die Wolken aufrissen und wir den Gipfel klar sehen konnten. Von ihm stieg vulkanischer Rauch auf.

Im oberen Teil darf man nur mit Guide sein, individuelle Touren und Spaziergänge sind verboten.
Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig wenn man diese Tour machen will. Denn oben pfeift einem der kalte Wind um die Ohren und teilweise geht man über kleine Schneefelder. Jacken gibt es auch zum Ausborgen, aber ohne richtiges Schuhwerk kann es sein, dass man ohne Spaziergang wieder mit dem Bus zurückmuss.

Wie oben schon erwähnt wohnten wir für ein paar Tage in unmittelbarer Nähe. Und am Tag unseres Besuchs am Ätna sprach der Vulkan auch zu uns.
Wir waren schon wieder daheim und saßen draußen, als wir immer wieder ein Grollen hörten. Zuerst waren wir unsicher, was es war: ein Flugzeug? Donnergrollen? Oder doch der Vulkan? Mit der Zeit wurden wir uns sicher, den Vulkan zu hören. Wenn man das nicht gewohnt ist, verunsichert es am Anfang. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich daran.
Am nächsten Tag bestätigte uns auch unser Vermieter, das es der Vulkan war, den wir gehört haben. Es war das einzige Mal in den paar Tagen, dass wir ihn hörten.

Danke Ätna, du hast dich uns ohne Wolken gezeigt und mit uns gesprochen.

Rauchender Ätna

UNESCO: Ragusa – falsch angegangen

Eine Stadt, die wir uns auch ansehen wollten, war Ragusa. Sie ist für ihre klassischen Bauten bekannt. Tja, für diesen Besuch hatten wir uns zu wenig vorbereitet. Ragusa besteht aus zwei Stadtteilen, die durch eine Schlucht getrennt sind. Und wir waren auf der falschen Seite unterwegs. Zwar entdeckten wir dort zwei von der UNESCO gewürdigten Herrenhäuser, die wohl die meisten Touristen auslassen, aber dieser Stadtteil konnte trotzdem nicht ganz überzeugen. Uns fehlte allerdings die Zeit noch in den unteren Teil der Stadt zu fahren, wo das eigentliche kulturelle Zentrum liegt.

UNESCO: Barockes Juwel Noto

Um unseren Fauxpas mit Ragusa wieder gut zu machen, besuchten wir Noto. Eine kleine Stadt, die ebenfalls für ihre barocken Bauten berühmt ist. Sie gefiel uns sehr gut. Eine Fußgängerzone führt mitten durch und wird von vielen schönen Gebäuden gesäumt. Der Dom von Noto ist dem heiligen Nikolaus geweiht, für mich war das Motivation genug meinem Namenvetter einen Besuch abzustatten und in die Kirche zu schauen. Vor dem Dom gibt es eine große Freitreppe, die zum Sitzen einlädt. Eines der Markenzeichen von größeren Kirchen in der Region, da oft der gleiche Architekt beteiligt war.

Wofür Noto auch bekannt ist, sind die wunderschön gestalteten Balkone. Deren Stützen sind mit Köpfen versehen, die den Balkon tragen. Diese Köpfe können von Familienmitgliedern bis zu Ungeheuern alles darstellen.

Als wir in der Fußgängerzone schlenderten, trafen wir einen Mann der eine Tour mit einem kleinen Elektrofahrzeug anbot. Wir griffen zu und stiegen ein. Es war eine lustige Tour. Denn der nur italienisch sprechende Führer redete seine Infos sehr laut auf Italienisch ins Handy, ließ es übersetzen und dann noch lauter in Englisch über einen Lautsprecher ausgeben.
Somit drehte sich jeder Fußgänger nach uns um, um zu sehen was den Trubel auslöste. Und die Tour hielt neben den Infos auch eine Überraschung für uns bereit: irgendwann stoppten wir bei einem alten Restaurant und bekamen eine gratis Kostprobe vom regionalen Wein in den Wagen gereicht.

Noto hat uns gut gefallen, einen Besuch kann ich empfehlen.

Catania – echtes Leben

Für zwei Tage buchten wir die Unterkunft B&B Sofia Home direkt in Catania. Beim ersten Durchschlendern kamen wir an einem Flohmarkt vorbei, dessen Treiben wir eine Weile beobachteten.

Einer der Hauptgründe für unseren Aufenthalt in Catania war der berühmte Fischmarkt der Stadt. Am ersten Tag kamen wir am frühen Nachmittag vorbei und es war schon das meiste geschlossen. Am nächsten Tag waren wir gegen 10:00 dort. Es war etwas mehr los, aber er war bei weitem nicht so groß, wie ich mir gedacht hatte. Nett zum Zuschauen war es aber allemal.

Catania selbst bietet genug um zwei, drei Tage zu bleiben – je nachdem, wie motiviert man für (Kirchen)besichtigungen ist. Der Dom am Hauptplatz ist mächtig, ich habe allerdings nur einen kurzen Blick hinein gemacht, da gerade eine Messe aus war. In Italien besuchen noch viele Menschen die Messe.

Vis a vis vom Dom steht die Kirche Chiesa della Badia Sant Agata. Wir schauten hinein. Weniger wegen der Kirche – sie ist eher klein und schlicht, sondern weil man den Turm besteigen kann, um Aussicht auf Catania zu haben. Man besteigt den Turm über eine schmale Wendeltreppe und der letzte Teil davon hat sogar eine Ampelregelung, da er so eng ist, dass sich kein Gegenverkehr ausgeht.

Gleich daneben steht das Stadtsymbol auf dem Hauptplatz, ein Elefant mit einem Obelisken. Beides Geschenke aus früheren Zeiten, die irgendwann einmal zusammengeführt wurden. Gleich daneben liegt eine Fußgängerzone mit Lokalen und Restaurants.

Die meiste Zeit schlenderten wir einfach durch die Stadt, ließen uns Treiben und genossen das italienische Lebensgefühl. Bei einem dieser Spaziergänge kamen wir zu einem Bummelzug der eine Tour durch die Stadt machte, stiegen ein und machten die Fahrt mit. Dabei erfuhren wir auch, dass der Opernkomponist Bellini ein Sohn der Stadt ist. 

Taormina und sein Theater

Unser letzter Ausflug in diesem Teil Siziliens führte uns nach Taormina, einem der Ziele auf der Insel, denn hier steht ein noch sehr gut erhaltenes antikes Theater. Die Stadt liegt auf einem Berg und die Zufahrtsstraße schlängelt sich in Serpentinen hinauf. Jetzt in der Vorsaison fanden wir auch noch (nach etwas Suchen) einen freien Parkplatz, ich vermute in der Hochsaison ist das fast unmöglich. Es gibt einen Shuttlebus hinauf ins Zentrum, der ist im Sommer wohl die beste Wahl.

Die Innenstadt selbst ist überschaubar, nett angelegt und absolut vom Tourismus geprägt. Die Hauptstraße erinnerte mich an die Getreidegasse in Salzburg: viele Shops und massenhaft Menschen. Seit wir in Sizilien unterwegs sind, treffen wir fast täglich Schülergruppen, die sich mit der Kultur des eigenen Landes beschäftigen „dürfen“, so auch hier.

Nach einem Snack machten wir uns auf den Weg zum berühmten Theater. Unser Timing war nicht das Beste, denn es gab eine lange Schlange beim Eingang. Um schneller hinein zu kommen, entschlossen wir uns dazu eine Führung mitzumachen. Sie war gerade richtig, nicht zu lange und recht informativ.

Das Theater ist zurecht unter den Top 3 der Sehenswürdigkeiten Siziliens. Viele alte Bausubstanz ist noch erhalten und der Rest wurde gekonnt renoviert, sodass das Gebäude heute fast zur Gänze wieder hergestellt ist. Es braucht wenig Phantasie, um sich zu denken wie das früher war. Das Theater wird im Sommer auch wieder bespielt. Bei der Führung wurde uns eine Mauer gezeigt, in der sich die alten und die neuen Ziegelsteine nebeneinander befinden. Dasselbe Material, durch Jahrhunderte getrennt – faszinierend.
Die Bühne ist besonders, zum einen ist sie nach anderen Himmelsrichtungen als übliche ausgerichtet, zum anderen gibt es im Hintergrund der Bühne ein Loch. Beides hat den gleichen Grund: es ermöglicht den Blick auf den Ätna.

Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich das Theater unbedingt ansehen. In der Hauptsaison ist es sicher gut, sich vorab ein Ticket online zu kaufen, damit man nicht allzu lange anstehen muss.

Bühne des alten Amphietheaters, Taormina

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