UNESCO Weltkultur Erbe
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einzige FKK-Camping Italiens am Strand
Vorzügliches Fischrestaurant
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UNESCO Erbe
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Die Amalfiküste ist UNESCO Weltkulturerbe
Die Amalfiküste ist UNESCO Weltkulturerbe
Wir waren zwar dort, hat mich aber nicht beeindruckt
Die Stadt des Marsala Weins
UNESCO Weltkulturerbe
Ein Künstler stellte seinen Garten mit Steinkoepfen voll
UNESCO Weltkulturerbe
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Ein kurzer Stopp in Scopello
Von Palermo aus ging es weiter in Siziliens Nordwesten. Auf der Fahrt hielten wir in dem kleinen Ort Scopello an, spazierten durch und versuchten uns an einem Geocache. Scopello ist eine der typischen kleinen Ortschaften auf der Insel mit einem Hauptplatz, mindestens einer Kirche und einigen Cafes. Durch seine erhöhte Lage bietet der Ort gute Aussichtspunkte auf die umliegende Umgebung. In der Hauptsaison ist Scopello gut besucht, jetzt in der Nebensaison waren kaum Leute unterwegs.
Küstenidylle in San Vito lo Capo
In San Vito lo Capo, unsere Basis für die kommenden Tage, trifft das ebenfalls zu. Bei unserem Besuch war es noch sehr ruhig, ein Teil der touristischen Angebote hatte noch geschlossen und bereiteten sich auf die Saison vor. In der ist der Ort dann voll mit vorwiegend italienischen Familien, die den Strand genießen.
Wir waren ein paar Nächte im Coryna Apartment with Sea View mit Blick auf das blaue Meer. Von dort aus machten wir Ausflüge. In San Vito selbst waren wir nur einmal essen und haben uns – wie soll es anders sein – die Kirche angesehen.
Den Heiligen Vitus kannte ich noch nicht. Er ist vielbeschäftigt, denn er ist u.a. der Helfer bei Krämpfen, Epilepsie, Tollwut, Veitstanz (Chorea Huntington), Bettnässen und Schlangenbiss, Blitz, Ungewitter und Feuersgefahr, Aussaat und Ernte. Und damit ihm nicht fad wird, ist er Patron der Apotheker, Gastwirte, Bierbrauer, Winzer, Schmiede und Kupferschmiede, Tänzer und Schauspieler, Lahmen und Blinden und Haustiere.
Sagenhaftes Trapani
Trapani ist im wahrsten Sinne des Wortes sagenhaft. Teile von Homers Odyssee sollen sich hier abgespielt haben. Bereits im 9. Jahrhundert vor Christi begannen die Katharger die Siedlung auszubauen. 241 v. Chr. nahmen die Römer die Stadt ein, um 800 n. Chr. kamen die Araber, um 1100 n. Chr. die Normannen, ab ca. 1300 wurde die Stadt italienisch. So wechselvoll verlief die Geschichte fast überall auf Sizilien.
Ab dem Mittelalter spielte Religion eine wichtige Rolle im Leben der Menschen, das zeigte sich unter anderem darin, dass es im 16. Jahrhundert über 80 Kirchen, 9 Klöster, 19 Konvente in Trapani gab.
Misteri di Trapani
Eine Tradition aus dieser Zeit ist noch erhalten: Die Misteri di Trapani gibt es seit über 400 Jahren. Das ist ein Umzug am Karfreitag mit 20 Mysterien-Gruppen, die den Leidensweg Jesu Christi darstellen. Die Figuren aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind aus Holz gefertigt und mit verschiedenen Materialien verziert. Die Prozession wird von Trauermärschen begleitet und geht bis zum Mittag des Karsamstags. Sie zählt zu den beeindruckendsten Festumzügen auf Sizilien.
Wir waren ein paar Tage zu früh dran und haben den Umzug nicht gesehen, aber ein paar der Figurengruppen konnten wir uns in der Kirche ansehen.
Die Altstadt von Trapani liegt auf einer Landspitze ins Meer hinaus. Die Innenstadt bietet verwinkelte Gassen, allerdings war bei unserem Besuch noch recht wenig los.
Das kleine Juwel Erice
Nach Trapani fuhren wir noch nach Erice, einem Ort dessen Altstadtkern malerisch auf 751 Metern Höhe auf einem Berg liegt. Alternativ fährt auch eine Gondelbahn von Trapani nach Erice hinauf.
Schmale, verwinkelte Gassen führen zu den Kirchen, Gasthäusern und Souvenirshops. Dazwischen sieht man immer wieder Einheimische.
Und auch dieser Ort ist sagenhaft: Eryx, nach Legenden Gründer der Stadt, war demnach ein Sohn der Liebesgöttin Aphrodite und des Argonauten Butes und herrschte im Westen Siziliens. Nach einer anderen Überlieferung war er ein Sohn des Meeresgottes Poseidon.
Später wurde ein Venustempel gebaut, in dem die Menschen lange die Liebesgöttin Astarte (später Venus bzw. Aphrodite) verehrten. Leider ist von diesem berühmten Tempel heute nichts mehr erhalten.
Campanile della Chiesa Madre
Gleich am Eingang der mittelalterlichen Stadt steht die Hauptkirche mit freistehendem Glockenturm. Diesen bestiegen wir, da sich von oben ein guter Ausblick auf die Umgebung bietet. Zudem ist er sehr alt und stammt aus dem 12. Jahrhundert.
Marsala – die Stadt des Weins
An einem anderen Tag fuhren wir an die Westküste nach Marsala. Diese Stadt ist mittlerweile berühmt für ihren Süßwein, den Marsala-Wein, der teilweise stark an den Portwein Portugals erinnert. Die Stadt wurde 397 v. Chr. von den Kathagern gegründet, sie galt lange als uneinnehmbar und hat, wie ganz Sizilien, eine wechselvolle Geschichte, denn es folgten eine arabische, eine islamische und eine normannische Phase der Herrschaft.
Nach einer Zeit des Niedergangs, bei dem viel Bedeutung an Trapani überging, gelang es erst dem Engländer John Woodhouse Marsala wieder bedeutend zu machen, er begann 1773 mit der Produktion des Marsala Weins. Und seinem Beispiel folgten andere.
Touristisch bietet Marsala vor allem Kirchen und Palazzi von früheren Adeligen. Außerdem gibt es noch einen griechisch-römischen Park mit Überresten einer römischen Siedlung.
Beim Flanieren durch die Gassen entdeckt man – in ganz Sizilien – viele Geschäfte, die wunderschöne Keramik verkaufen. Teller, Krüge, Figuren, Deko-Objekte füllen farbenfroh die Regale. Die Hauptstraße in der Innenstadt ist schön angelegt, breit und wenig befahren. Am Hauptplatz gibt es einige Gebäude, die restauriert und durchaus sehenswert sind.
Das Marsala-Weinmuseum
In der Fußgängerzone der Stadt befindet sich ein kleines Museum zum Marsalawein, das wir besuchten. In der multimedial gestalteten Ausstellung erfährt man die Geschichte und lernt den Herstellungsprozess des Getränks kennen.
Da es leider keine Verkostung gab, holten wir diese in einer Bar nach. Dabei haben wir festgestellt, dass sich der Geschmack der unterschiedlichen Weine stark unterscheidet. Manche sind eher herb, andere sind recht süß. Kosten lohnt sich jedenfalls.
Die Salinen von Nubia
Ganz in der Nähe liegen die Salinen von Nubia, ebenfalls in der Region Trapani. Die Salzgewinnung in den Salinen südlich der Stadt ist seit dem 1. Jahrhundert n. Chr. belegt und war über Jahrhunderte einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Wegen seines relativ hohen Mineralgehalts genießt das Salz einen guten Ruf. Durch die Lage und den Wind kann man während sechs Monaten des Jahres Salz gewinnen.
In den 1830ern wurden von 53 Salinen von 1.500 Arbeitern rund 200.000 Tonnen jährlich hergestellt. Heute werden in Trapani wieder in 30 Salinen jährlich etwa 100.000 Tonnen Salz produziert, allerdings von etwa 100 Arbeitern. Die Produktion muss mittlerweile staatlich gestützt werden, da sie im Wettbewerb nicht mehr bestehen könnte. Denn vom früheren Luxusprodukt ist Salz heute weit entfernt.
Wir haben uns die Salzfelder angesehen, ließen aber das Museum aus, da die Wartezeit für eine englische Führung etwas länger war.
UNESCO: Der beeindruckende Tiempo de Segesta
Etwas im Landesinneren bei Segesta existieren die Ruinen einer alten Stadt der Elymer. Berühmt ist ein noch gut erhaltener, wenn auch nie fertiggestellter dorischer Säulentempel, der ca. 400 v. Chr. erbaut wurde. Dieser ist zurecht Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Er steht allein und imposant auf einem kleinen Hügel und ist einfach prächtig.
Als wir dort waren, blühte rundherum gerade alles, ein toller Kontrast – auch für die Fotos.
Dieser Tempel hatte das Glück, dass er nie als Steinbruch für andere Bauten verwendet wurde.
Nicht weit davon entfernt, auf einem anderen Hügel der früheren Stadt, kann man ein altes Amphitheater besichtigen. Man kann entweder hinaufspazieren oder mit einem Shuttlebus hinauffahren. Es wurde renoviert und wird heutzutage im Sommer auch wieder bespielt. Durch seine erhöhte Lage bieten sich wunderbare Ausblicke bis zum Golf von Castellammare.
Sciacca
Auf der Weiterfahrt hielten wir noch kurz in Sciacca. Eine der typischen sizilianischen Orte an der Küste mit wechselvoller Geschichte. Wir gingen zum Piazza A. Scandaliato, einem Platz in Küstennähe. Dort waren wir kurz was trinken mit gutem Ausblick auf die Felsen im Meer.
Die Altstadt haben wir ausgelassen, da die Reise an dem Tag noch weiter ging.
Castello Incantato
Unser letzter Stopp in dieser Region war das Castello Incantato, ein sehr skurriler Platz. Es ist das ehemalige Wohnhaus des italienischen Künstler Filippo Bentivegna (1888–1967). Er ging nach Amerika und kam, enttäuscht von der Liebe, nach ein paar Jahren wieder nach Sizilien zurück. Dort kaufte er das Haus mit Garten und begann Köpfe aus den Steinen zu hauen. Damit hörte er Zeit seines Lebens nicht mehr auf. Er stellte sie in seinem Garten auf, gab jedem einen Namen und erklärte sie zu seinen Untertanen.
Das Material dafür nahm er aus Felsen hinter seinem Haus. In die dadurch entstandenen Höhlen kann man auch ein kleines Stück hineingehen.
Der Künstler lebt nicht mehr, aber sein skurriler Garten besteht weiter.

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